Mahatma Gandhi. Mahatma Gandhi

Möglichkeiten und Grenzen der Homöopathie

Was können Sie, was können wir von der Homöopathie erwarten? Dazu zunächst ein euphorisches Zitat von Mahatma Gandhi: „Die Homöopathie heilt mehr Kranke als jede andere Behandlungsmethode. Und sie ist jenseits allen Zweifels sicherer und ökonomischer. Sie ist die umfassendste medizinische Wissenschaft.“ Das ist zweifellos ein großes Kompliment an eine Behandlungsform, die seit über 200 Jahren sowohl in Europa als auch in Amerika und Asien im Vormarsch ist und unzähligen Menschen bei akuten und chronischen Leiden geholfen hat. Jeder gut ausgebildete, gewissenhafte und erfahrene Homöopath erlebt in seiner Praxis Fälle, in denen er nicht weiterkommt. Woran mag das liegen?

Die Homöopathie ist ein Weg, den Patient und Therapeut gemeinsam gehen. Die Homöopathie ist ein Weg, den Patient und Therapeut gemeinsam gehen.

Grenzen der Homöopathie

Die Homöopathie stößt dort an ihre Grenzen, wo eine Regeneration nicht mehr möglich ist. Wenn eine Krankheit bereits so weit fortgeschritten ist, dass eine Heilung ausgeschlossen ist, kann auch die Homöopathie nur noch palliativ, sprich lindernd wirken. Dies erleben wir beispielsweise bei schweren zerstörerischen Krankheiten wie Krebs. Aber auch ein amputiertes Bein kann selbst mit dem bestgewählten homöopathischen Mittel nicht mehr nachwachsen. Diese Fälle, so tragisch sie im Einzelnen auch sein mögen, sind nicht typisch für die tägliche Praxis.

Grenzen des Homöopathen

Viel häufiger erleben wir den Fall, dass der Therapeut selbst an seine Grenzen stößt, was nicht immer mit mangelnder Erfahrung zu tun hat. Auch versierte Homöopathen mit langjähriger gutgehender Praxis kommen oft nicht weiter, finden das passende homöopathische Mittel nicht. Auch dafür gibt es unterschiedliche Gründe.

Grenzen des Patienten

Der Patient und das, was er dem Therapeuten erzählt, sind der Schlüssel zum Simillimum, sprich zum passenden Arzneimittel, welches den entscheidenden Anstoß zur Heilung gibt. Und hier liegt die Verantwortung des Patienten: Je genauer er sich beobachtet, in sich hineinblickt und je treffender die Worte sind, die er für seine Beschwerden wählt, desto leichter fällt es dem Therapeuten, eine Beziehung zwischen dem Leiden des Patienten und einem bestimmten Arzneimittel herzustellen. Anders herum formuliert muss man leider sagen, wenn der Patient aus welchen Gründen auch immer, die entscheidenden Symptome und Empfindungen für sich behält, hat der Homöopath wenig Chancen, das richtige Mittel zu finden. Auch das ist ein Lernprozess – so wie der Homöopath sein Handwerkszeug erlernen muss, so muss auch der Patient erst allmählich lernen, sich genau zu beobachten, in sich hinein zu spüren und das Empfundene in passende Worte zu kleiden. So gesehen ist die Homöopathie ein Weg, den Patient und Therapeut gemeinsam gehen. Das Ziel heißt Verstehen und letztlich Heilung. Je schwerwiegender ein Leiden ist, desto länger mag der Weg sein. In jedem Fall sind aber Vertrauen und Geduld erforderlich sowie eine realistische Vorstellung davon, was mit der Homöopathie erreicht werden kann und in welchem Zeitraum.

Möglichkeiten der Homöopathie

Unter Berücksichtigung der oben beschriebenen Sachverhalte sind die Möglichkeiten der Homöopathie grenzenlos. Jeder der bereits einschlägige Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht hat, wird dies bestätigen.